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Kontroverse Erinnerungspolitik: Gedenken oder Aufarbeiten?

Bis in die 1980er Jahre herrschte in der Bundesrepublik Konsens, sich in der Erinnerungskultur der eigenen Verantwortung für Nationalsozialismus und Holocaust stellen zu wollen. Auch in Frankreich hat inzwischen eine offizielle Auseinandersetzung mit dem Vichy-Regime sowie der eigenen kolonialen Vergangenheit begonnen.
Doch in beiden Ländern beobachten wir zunehmend Konflikte und Kontroversen um das offizielle Gedenken. Einige postkoloniale Denkrichtungen fordern ein radikales Überarbeiten der alten Themen und Praktiken und die neue Rechte beschwört im Zuge ihrer Kritik an selbstkritischer Erinnerungskultur alte Muster von nationaler Identität.
Ist angesichts solcher Erfahrungen von Pluralisierung und Fragmentierung ein gesellschaftlicher Konsens noch möglich? Wie erklärt sich der unterschiedliche Umgang mit der Erinnerung in Deutschland und Frankreich, welche gemeinsamen Herausforderungen und Perspektiven gibt es?
Zeit
Dienstag, 24.02.26 - 18:15 Uhr - 19:45 Uhr
Veranstaltungsformat
Diskussion
Themengebiet
Podium
Referierende
Dr. Dani Kanz (Tikvah Institut, Präsenzen – Netzwerk jüdische Gegenwartsforschung e.V.) und Dr. Sébastien Ledoux (Universität Picardie Jules Verne, Sciences Po Paris und Sciences Po Saint-Germain-en-Laye). Moderation: Andreas Noll
Zielgruppen

Alle Interessierten

Sprachen
Deutsch/Französisch simultan übersetzt
Ort
Online
Reservierung
erforderlich
Veranstalter
Institut français Bonn, CERC, Konrad Adenauer Stiftung
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